Montag, 27. April 2020

Das Ich


Das Ich hätte gerne etwas
und es wüsste gerne etwas
und es wollte gerne etwas.
Bis dieses dreifache „Etwas“ in ihm stirbt,
kommt es den Menschen gar sauer an.
Das geht nicht an einem Tag
und auch nicht in kurzer Zeit.
Man muss dabei aushalten,
dann wird es zuletzt leicht und lustvoll.

J. Tauler

Samstag, 25. April 2020

Dienstag, 21. April 2020

Mehr nach Innen



Gertrud-Fenster in Kloster Helfta

Die Mitte unseres Gebetes ist Jesus. Egal wie du angefangen hast, wichtig ist bei ihm zu bleiben, lass dich von ihm anschauen, hör ihm zu, lass dich von seinem Licht erleuchten, um ihn besser kennenzulernen, nähere dich von deinem Herzen her seinem Geheimnis und lass dich einhüllen von seiner Gegenwart.

„Einfach bei ihm verweilen und mit dem Verstand schweigen, und falls möglich, den Verstand damit beschäftigen, den anzuschauen, der mich anschaut, bei ihm zu bleiben, mit ihm zu sprechen, ihn zu bitten, sich vor ihm in Demut zu beugen und an ihm mich zu freuen, und zu denken, dass man es nicht verdient bei ihm zu sein.“
(aus: Teresa von Ávila, Das Buch meines Lebens, 13, 22)

Es ist an der Zeit die Gabe Gottes anzunehmen. Es ist an der Zeit ihm die Initiative des Handelns zu überlassen und auch ihm mit einem Wort, einer Geste, einem Gefühl, einer Bitte zu antworten. Es ist an der Zeit Anerkennung und Dankbarkeit zu zeigen – seine Liebe tut immer Großes – es ist Zeit zu bitten seinen Willen zu erkennen, zu erkennen wie Gott von dir und deinem konkreten Leben träumt.